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März 2007

 

Sichere Einstellung von Alpin-Skibindungen

Standpunkt des IAS

 

 

International wurde die ISO 11088 überarbeitet, eine neue deutsche Norm (DIN ISO 11088) ist ihr inhaltlich gefolgt.

Die seit 1998 veröffentlichte Norm DIN ISO 11088 zur Montage, Einstellung und Überprüfung der Funktionseinheit Alpinski-Bindung-Schuh hat sich nach Ansicht des IAS voll bewährt. Die Skiverletzungen zeigen seit dem Bezugsjahr 1979/80 laut Erhebung der ASU-Ski der ARAG Sportversicherung und der Stiftung Sicherheit im Skisport einen deutlichen Rückgang um nahezu 40 % - auch wegen der Verbesserung der Bindungstechnologie, Schulungen des Fachhandels und Medienarbeit.

 

 

Die bewährte und von allen Fachleuten angewandte DIN ISO 11088 ist in Deutschland in der zum 01. Januar 2007 veröffentlichten Fassung gültig und stellt den Stand der Technik dar.

 

Die wichtigste Verbesserung in der internationalen Norm ist, dass im Sportfachhandel die Einstellung von Alpinskibindungen nur noch mit einem Bindungseinstellgerät vorgenommen werden darf. Eine Festlegung, die in der deutschen Fassung der Norm bereits 1998 verankert wurde und vom IAS seit nahezu 40 Jahren gefordert wird.

 

Auch die in Deutschland eingeführte und gebräuchliche Einstellung der Alpinskibindungen nach der Tibiamethode - also in direktem Bezug zur Festigkeit des Unterschenkelknochens (Tibia) - besteht in der internationalen Norm.

 

Etwas ausführlicher geht die neue Einstellnorm auf die Wünsche des Skifahrers ein, wenn dieser von der „Normeinstellung" abweichen will; sei es, weil er mit niedrigeren Werten fahren und in seiner Risikoabwägung näher an die Fehlauslösegrenze gehen will, sei es, dass er das Risiko einer Fehlauslösung größer einschätzt und deshalb höhere Werte eingestellt haben möchte. Auch das ist nicht neu. Der IAS hat in diesem Fall stets empfohlen, dass der Einsteller/Händler den Skifahrer über das zusätzliche Risiko dieses Wunsches aufklären und dies schriftlich bestätigen lassen muss.

 

Anwender der Gewichtsmethode werden in der neuen Einstellnorm darauf hingewiesen, Kinder unter 10 Jahren analog 50-Jährigen und Älteren zu behandeln. Der IAS befürwortet diese Maßnahme, findet sich doch seit Einführung der Tibiamethode eine vergleichbare Regelung für Kinder und ältere Erwachsene in der ursprünglichen IAS-Tabelle. Was soll nun der Einsteller/Händler ab der Wintersaison 2006/2007 und in den kommenden Jahren beachten:

 

> Die DIN ISO 11088 ist in der Fassung vom 01. Januar 2007 gültig. Wer sich daran hält und ein geeignetes Bindungseinstellgerät verwendet, genügt in Deutschland der Sorgfaltspflicht.

> Die Tibiamethode ist nach wie vor in vollem Umfang gültig; sie ist auch in der neuen DIN ISO 11088 im Anhang F aufgeführt.

> Besondere Wünsche des Skifahrers, oder bei Kindern der Eltern bzw. gesetzliche Vertreter, zur Einstellung sind möglich. Über das Risiko solcher Abweichungen der Bindungseinstellung von den „Normwerten" muss aber nachweisbar aufgeklärt werden. Hier empfiehlt der IAS, sich diese Aufklärung schriftlich mit folgendem Satz sinnvoller Weise auf der Einstellkarte bestätigen zu lassen: „Der Einsteller / Händler hat auf das mit der gewünschten Abweichung verbundene Risiko einer Fehl- bzw. Nichtauslösung hingewiesen."

> Wer als Anwender der Gewichtsmethode die Software im Bindungseinstellgerät auf die seit 01. Januar 2007 gültige DIN ISO 11088 umstellen will oder ein solches umgestelltes Gerät neu erwirbt, genügt ebenfalls der Sorgfaltspflicht

 

 

München im März 2007 IAS - Internationaler Arbeitskreis Sicherheit beim Skilauf e.V

 

 

 

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